Little People

eine Intervention im schulischen Raum nach dem Vorbild des
britischen StreetartKunstlers Slinkachu


Ich mag den Gedanken, dass fast niemand meine Arbeiten sieht. Denn wir alle
ignorieren absichtlich oder unabsichtlich vieles, das uns in einer Stadt umgibt.

Slinkachu
Ein Unterrichtsprojekt mit den Grundkursen Kunst E1a und E1f, 2011/12, Herrn Greulich
Installation1
Streetart und Intervention im öffentlichen Raum
Streetart ist Kunst außerhalb der ublichen Präsentationsformen von Kunst, wie Galerien, Museen
etc. Häufig werden in Guerillia-Manier
auf der Straße, an Stromkästen oder an Laternen Bilder
geklebt, gemalt. Die Kunstler bedienen sich dabei der unterschiedlichsten Medien.
Die Motivation liegt fur viele im Spaß an der Sache und der Möglichkeit, das eigene Umfeld auf
anarchische und kreative Weise visuell mitzugestalten, sowie einen kunstlerischen Gegenpol zur
allgegenwärtigen Werbung zu schaffen. Eine Intervention in der Bildenden Kunst ist ihrer Absicht
und ihrer öffentlichen Wahrnehmung nach ein Eingriff in bestehende Zusammenhänge.
Verfremdung und Irritation sind hier wesentliche Anliegen.
Projektbeschreibung:
Die TeilnehmerInnen entwickelten im Unterricht Konzepte zu Little-People.
Dabei wurden mit
Figuren der Modelleisenbahn kleine Szenen gestaltet, die den schulischen Raum neu nutzen. Die
Schule bildete gewissermaßen die Kulisse zu den Szenen. Themen konnten sein: Verschmutzung,
Arbeit, Schulalltag, Zivilcourage oder Kurioses.
An einem Nachmittag wurden die Szenen an verschiedenen Orten der Schule installiert. Gleichzeitig
wurden die kleinen, nur wenige Zentimeter großen Installationen fotografisch dokumentiert.
Am darauf folgenden Tag entdeckten die Mitschuler und Lehrer die kleinen Figuren. ...
Eine Offenlegung des Konzeptes war zu diesem Zeitpunkt nicht vorgesehen.
Nach wenigen Tagen waren die kleinen Szenen wieder verschwunden. Von Mitschulern abgeräumt
oder von Reinigungskräfen weggeputzt.