Latein an der PSI
Latein wird an der PSI als zweite Fremdsprache angeboten.
Es gibt gute Gründe für Latein:
Jeder kann schon etwas Latein, ohne sich dessen bewusst zu sein.
Fremdwörter, wie Medizin, diskutieren, akzeptieren u.v.m. werden von uns täglich gebraucht.
Des Weiteren gibt es auch viele Lehnwörter, denen man ihren lateinischen Ursprung nicht mehr ansieht. Der Ziegel kommt von der lateinischen tegula, die Kiste von cista, das Fenster von fenestra, die Karre von carrus.
Latein ist nicht nur eine neue Fremdsprache, sondern sie eröffnet und erklärt unsere eigene Sprache aus einer ganz anderen, bisher ungewohnten, Perspektive.
Nicht nur der Spracherwerb, sondern auch die Auseinandersetzung mit einer anderen, vergangenen Kultur schärft unsere Reflexionsfähigkeit in Bezug auf die eigene Gegenwart.
Mit Latein lernen die Schülerinnen und Schüler also nicht nur Vokabeln und Grammatik, ihre Kenntnisse in den Fächern Deutsch, Englisch, Geschichte und Religion erweitern sich dadurch in einer Weise, die ohne Latein so gar nicht möglich wären. Die Schulzeit ist der einzige Lebensabschnitt, in dem man wie von selbst eine Allgemeinbildung erwirbt, die später meistens so nicht mehr nachgeholt werden kann.
Ein sehr interessanter Teilbereich des Lateinunterrichts ist auch die Beschäftigung mit der antiken Götter- und Sagenwelt. Sie ist Grundlage und Ursprung der europäischen Kultur.
Der Lateinunterricht besteht zum größten Teil aus der Beschäftigung und Übersetzung lateinischer Texte. Unser Lehrwerk Pontes vermittelt sehr kindgerecht und differenziert den Einstieg in die römische Alltagswelt. Es bietet außerdem digitale Übungs- und Hilfsmittel, die im Unterricht genutzt werden können.
Voraussetzung für den Lernerfolg ist regelmäßiges und gründliches Arbeiten im Unterricht wie auch bei den Hausaufgaben.
Das Vokabellernen stellt wie in jeder Sprache die Grundlage dar. Auch Eltern, die kein Latein in der Schule hatten, können vor allem in der Anfangsphase mühelos ihre Kinder beim Vokabellernen unterstützen. Die lateinische Schrift liest und spricht man genauso wie die deutsche. Die Eltern fragen die Vokabeln lateinisch ab, die Kinder antworten auf Deutsch oder auch umgekehrt.
Am Ende der 11. Klasse (E-Phase) erwerben die Schülerinnen und Schüler bei ausreichenden Leistungen (Note 4 = 05 Punkte) das Latinum. Es ist die einzige Qualifikation, die man in der Schule erwerben kann und die später für bestimmte Studiengänge Voraussetzung ist. Viele Studenten, die in der Schule kein Latein hatten, müssen das Latinum dann in meist mühevollem Studium erwerben.
Latein ist das Fach, das wie kein anderes den Wissenshorizont erweitert. Zur erfolgreichen Beschäftigung gehören aber auch eine gewisse Arbeitsdisziplin und Konzentrationsfähigkeit, die den Lernerfolg garantieren.
Aktuelles aus der Fachschaft
Rom 2026
Latein
Lateinkurs on Tour – 5 Tage Rom
Ende Januar ging es für unseren Lateinkurs für fünf Tage nach Rom. Gemeinsam mit Frau Dauth und Frau Bestvater sind wir als E-Phase von Montag bis Freitag gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus der Q-Phase in die „Ewige Stadt“ geflogen und haben dabei gemerkt, dass Latein doch mehr ist als nur Übersetzen im Klassenraum.
Ab Dienstag wurde es dann ernst: frühes Aufstehen, Frühstück um halb acht und jeden Tag viele, viele Schritte durch Rom. Wir haben bekannte antike Orte, wie das Pantheon, aber auch weitere Sehenswürdigkeiten angeschaut, wie die Spanische Treppe oder den Trevi-Brunnen, mehrere Führungen mitgemacht (im Kolosseum, auf dem Forum Romanum, im Petersdom und in den Kapitolinischen Museen) und standen plötzlich an Plätzen, die wir sonst nur aus dem Lehrbuch kennen.
Zwischendurch konnten wir immer wieder in kleinen Gruppen selbst durch die Stadt laufen, essen gehen oder einfach durch die Straßen schlendern. Natürlich blieb auch der Regen nicht aus, aber genauso wenig der Sonnenschein – Rom hat uns wettertechnisch alles geboten.
Am letzten Abend ging es nochmal gemeinsam los zu einem Abendessen im sehr ursprünglichen Stadtviertel Trastevere auf der anderen Tiberseite, bevor wir am Freitag wieder zurückgeflogen sind – müde, aber mit vielen schönen Eindrücken.
Fazit: Viel gesehen, viel gelacht und eine Reise, die zeigt, warum sich Lateinlernen lohnt.
Ein herzliches Dankeschön an Frau Dauth und Frau Bestvater für die Organisation und
Gestaltung dieser unvergesslichen Kursfahrt!
Bericht: Kilian Blask und Jonathan Filbrich





