Physik-LK zu Besuch im radiologischen Institut
Physik
Durch Anregung von Herrn Martin Schlicker aus Idstein bekamen wir die Möglichkeit, das radiologische Institut der Horst Schmidt Klinik zu besuchen. Dort wurden uns die Funktionsweise und die Einsatzmöglichkeit eines Röntgengerätes, eines Computertomographen (CT) und eines Magnetresonanztomographie (MRT) demonstriert.
Anfang März ging es für unseren Physik-LK mit Herrn Dr. Käsz und Herrn Schlicker zur HSK in Wiesbaden. Nachmittags begann für uns die Exkursion in die Landeshauptstadt am Dienstag, den 10.3.26 mit der Begrüßung durch die Leiterin des Fachbereichs Radiologie Frau Prof. Dr. Stephanie Tritt und Herrn Roman Frank, ein leitender medizinischer Technologe in der Radiologe (MTR) an der HSK, der uns äußerst enthusiastisch durch die Radiologie führte.
Anhand eindrucksvoller Erklärungen und praktischer Durchführungen (ein Scan einer dafür präparierten Puppe) brachte Herr Frank uns die Röntgen- und CT-Apparate näher und schaffte es, uns alle inkl. Herrn Käsz für die Radiologie zu begeistern. Dabei verblüfften uns vor allem die Live-Röntgenaufnahmen und der technische Fortschritt, der uns im neuen Gebäude der Helios Dr. Horst Schmidt Klinik Wiesbaden präsentiert wurde.
Im Anschluss übernahm Tim Wallenhorst, ebenfalls ein MTR und MR-Bereichsleitung, der sogar an seinen freien Tag an die HSK kam, um uns die Möglichkeiten des MRTs (oder auch bekannt als Kernspintomograph) vorzustellen. Mit großer Freude und sichtlicher Leidenschaft am Fach erklärte er uns alles rund um den Fachbereich des MRTs und beantwortete genau wie Herr Frank jede unserer Fragen ausführlich und anschaulich, sodass wir alle automatisch seine Leidenschaft teilen konnten.
Dementsprechend waren wir dankbar, schließlich auch MRT-Scans ansehen zu dürfen und einen Einblick in die spannende Welt der angewandten Physik in der Medizin erhaschen zu können.
In der Radiologie der Helios-HSK Wiesbaden konnten wir im Unterricht gelernte Prinzipien einmal aus nächster Nähe erleben. Besonders spannend war das MRT, dessen komplexer Aufbau und Funktionsweise uns ausführlich erklärt wurde. Dabei ging es unter anderem um das extrem starke Magnetfeld, das im Gerät erzeugt wird, und um die Rolle der Wasserstoffatome im Körper, deren Ausrichtung entscheidend für die spätere Bildentstehung ist. Auch die Entstehung der lauten Geräusche während einer MRT-Untersuchung wurde uns erklärt. Außerdem erfuhren wir, wie das Magnetfeld technisch erzeugt wird und warum das System mit flüssigem Helium auf etwa -269 Grad Celsius gekühlt werden muss.
Neben dem MRT bekamen wir auch einen ausführlichen Einblick in moderne Röntgengeräte und das CT, welches detailreiche Röntgenbilder in wenigen Sekunden erstellt. Mit interessanten Videos und Bildern bot uns Herr Frank einen guten Einblick in die Funktionsweise dieser hinter Gehäusewänden eingepackten Geräte.
Wir stellten auch Fragen über die heutige Strahlenbelastung bei solchen Untersuchungen und erfuhren zusätzlich, warum Blei zur Abschirmung genutzt wird: „Dicke, Dichte, Ordnungszahl“ Dies bedeutet, dass dicke Abschirmungen mit hoher Dichte und hoher Ordnungszahl hierfür optimal sind. Und Blei ist das „schwerste“ nicht radioaktive Element.
Besonders interessant war dabei, wie viele physikalische Konzepte aus dem Unterricht tatsächlich in der medizinischen Praxis angewendet werden. Dadurch konnten wir vieles von dem, was wir zuvor nur theoretisch gelernt hatten, direkt in der Realität wiedererkennen und würden diesen Ausflug in die Radiologie der HSK an alle nachfolgenden Physik-LKs weiterempfehlen.



