Vom Riesenteleskop zur Resonanzbrücke
Oberstufe
Der Physik-LK der Q3 besuchte drei Tage lang München: mit Planetarium, ESO-Führung zum Riesenteleskop ELT und Besuch im Deutschen Museum.
Von Donnerstag, dem 22.10., bis Samstagabend begab sich der Physik-Leistungskurs der Q3 von Herr Fischer auf Exkursion nach München. Drei Tage voller spannender Einblicke in die Welt der Physik, interessanter Begegnungen und gemeinsamer Erlebnisse standen bevor.
Die Anreise mit der Bahn verlief überraschend reibungslos. Nach dem Check-In im Hotel ging es am Abend in die Münchner Innenstadt zum gemeinsamen Abendessen. Im Restaurant „Hans im Glück“ trafen wir zwei ehemalige PSI-Schülerinnen aus den Abiturjahrgängen 2018 und 2019, die zum Studium nach München gezogen und dort geblieben sind. Anschließend wurden in einem nahegelegenen Wirtshaus noch einige „einarmige Hebelexperimente“ durchgeführt – schließlich sollte die Physik auch am ersten Abend nicht zu kurz kommen.
Ein Blick in die Tiefen des Weltalls
Am Freitagmorgen führte uns der Weg zur ESO Supernova, dem Planetarium und Besucherzentrum auf dem Forschungscampus der Technischen Universität München. Bereits an der Bushaltestelle gab es eine unerwartete Begegnung: Zufällig trafen wir einen weiteren ehemaligen PSI-Schüler. Offenbar ist München doch kleiner, als man denkt!
Nach einer etwa einstündigen Planetariumsvorführung, die uns auf eine faszinierende Reise durch unser Sonnensystem mitnahm, stand ein weiteres Highlight auf dem Programm: eine Führung durch die Europäische Südsternwarte (ESO, European Southern Observatory).
Dort erhielten wir spannende Einblicke in eines der beeindruckendsten astronomischen Projekte unserer Zeit: das Extremely Large Telescope (ELT). Auf dem Gelände werden derzeit Bauteile für das gigantische Teleskop gefertigt, das auf dem Berg Cerro Armazones in der chilenischen Atacama-Wüste entsteht. Sein Hauptspiegel wird einen Durchmesser von 39 Metern haben und aus 798 sechseckigen Spiegelelementen bestehen. Nach seiner Fertigstellung wird das ELT das größte optische Teleskop der Welt sein und völlig neue Einblicke in die Tiefen des Universums ermöglichen. Ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie moderne Physik und Technik die Grenzen unseres Wissens immer weiter verschieben.
Nach so viel Wissenschaft und Technik stand am Nachmittag ein Kontrastprogramm auf dem Plan: ein Spaziergang durch den Englischen Garten. Am Abend wurde bei einem gemeinsamen Essen wieder für die nötige Energie gesorgt.
Physik zum Anfassen im Deutschen Museum
Am Samstag führte uns der Weg ins Deutsche Museum, eines der größten und bedeutendsten Wissenschafts- und Technikmuseen der Welt. Die Vielfalt der Ausstellungen war beeindruckend – ebenso wie die schiere Größe des Museums. Schnell wurde klar, dass die Zeit kaum ausreichen würde, um alle Bereiche ausführlich zu erkunden.
Besonders spannend waren die zahlreichen Exponate, die bekannte Inhalte aus dem Physikunterricht anschaulich und greifbar machten. Ein besonderes Highlight war eine große Brücke, die durch gezielte Anregung mit ihrer Resonanzfrequenz zu immer stärkeren Schwingungen gebracht wurde.
Nach einem kurzen Zwischenstopp auf dem Viktualienmarkt, bei dem wir uns für die Rückfahrt stärkten, traten wir am Samstagabend die Heimreise an.
Drei ereignisreiche Tage in München gingen damit zu Ende. Die Exkursion bot nicht nur spannende Einblicke in aktuelle Forschung und beeindruckende technische Entwicklungen, sondern auch die Gelegenheit, Physik einmal außerhalb des Klassenzimmers zu erleben. Und natürlich kam auch das bayerisch, gesellige Leben abseits des Unterrichts nicht zu kurz.
Bilder & Text von Sven Fischer








